Veranstaltungen 2021

Liebe Gäste und Besucher,

unser Museum ist für Sie geöffnet.

 

Aufgrund der herrschenden Corona-Pandemie ist weiterhin Vorsicht geboten, um die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen.

Aus diesem Grund bitten wir Sie, alle Maßnahmen der allgemeinen Gesundheitsprävention einzuhalten.

Das Betreten ist nur mit einer medizinischen Gesichtsmaske (OP-Maske) oder einer Atemschutzmaske (FFP 2) gestattet. Die bestehenden Hygienemaßnahmen wie Abstandsregelungen und Händedesinfektion sind einzuhalten.

 

Drüber & Drunter- Tag 2021

 

Am Samstag, den 28.8.2021, fand von 10 und 17 Uhr die 8. Geotour in Könitz und Kamsdorf statt.

 

Thematische Führungen im Großtagebau Kamsdorf, im Steinezimmer in Könitz und viele weitere interessante Angebote rund um die bezaubernde Welt der Mineralien hielten Spannendes für die Besucher bereit.  Einen interessanten Tag für die ganze Familie bot das sportliche Aktionsprogramm im Großtagebau oder das Besucherbergwerk Kamsdorf mit Führungen unter Tage.

 

„Ach, könnte ich jetzt am Meer sein!“, mag sich mancher Hitzegeplagter in Kamsdorf, Könitz, Bucha oder Goßwitz schon mal gewünscht haben. Zu spät! Vor ein paar hundert Millionen Jahren wäre es kein Wunsch, sondern Wirklichkeit gewesen und auf der Hohen Straße hätte man die Strandliegen und Badetücher ausbreiten können. Faszinierende Lebewesen hätte man beim Schnorcheln treffen können, wie man sie in der neuen Ausstellung im Museum auf Burg Ranis finden kann. Aber noch spannender ist, dass man auch heute noch ihre echten Spuren findet.  Bei den Führungen in den Könitzer Höhlern unterm Schlossberg, erhielten Sie Einblicke ins Innere des Zechsteinriffs und erfuhren Geschichtliches zur Anlage der Felsenkeller und historischer Gebäude.  Für alle Entdecker gaben besondere Fossilienführungen Aufschluss.  

 

Bilder von HIER und MEE(-H) R präsentiert der Marinemaler Olaf Rahardt aus Rudolstadt in der Sonderausstellung im Museum. Ein Marinemaler muss nicht zwingend an der Küste leben!

 

Olaf Rahardt ist ein deutscher Kunst- und Marinemaler. Er wurde 1965 in Bad Langensalza geboren. Nach Schulbesuch und Lehrzeit führte der Weg in die Ferne. Bis dahin hatten Bücher in der einheimischen Bibliothek längst das Interesse an Seefahrt und Malerei geweckt und eine folgende Fahrenszeit an Bord brachte erste Erfahrungen mit diesem Metier. 1989 erfolgte ein Umzug nach Rudolstadt, aber bereits seit 1997 wird die Malerei als freischaffender Künstler hauptberuflich betrieben. Es folgen zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland mit maritimen Gemälden.

 

Ein ganzes Reiseskizzenbuch wurde nach einer Studienreise an Bord der GORCH FOCK durch einen Verlag herausgegeben. Regelmäßige Seereisen schärfen den Blick und sorgen für immer neue Inspirationen für die mittlerweile hochgeschätzten Werke in Gouache/Tempera- oder Ölmalerei. Viele Rahardtsche Gemälde finden sich deshalb in namhaften deutschen Museen, Privatsammlungen und Dienststellen, sowie an Bord von Einheiten der Deutschen Marine.

 

Mit dem Vortrag „Als Marinemaler an Bord der GORCH FOCK“ erfuhren die Besucher hautnah so manche Kuriosität über berühmte Mitreisende an Bord des Schiffes.

 

 

 

 

 

 

 GORCH FOCK
GORCH FOCK

Die Sonderausstellung mit Bildern des Marinemalers Olaf Rahardt kann anschließend noch bis 13.September 2021 im Museum Könitz besucht werden. (Außerhalb der Öffnungszeiten bitte telefonisch anmelden) Tel.: 036732 20786

 

Museum

Schloss Könitz, Archiv Bergbau- und Heimatmuseum
Schloss Könitz, Archiv Bergbau- und Heimatmuseum
Höhle im Clydenfelsen, Foto Erika Baier
Höhle im Clydenfelsen, Foto Erika Baier

Die Zechsteinriffe in der Orlasenke

 

Fährt man in der Orlasenke von Neustadt über Pößneck nach Saalfeld, so tauchen bevorzugt auf der Südseite des Tales bis zu 60 m hohe Berge auf, die die Form von Tafelbergen haben: eine nahezu ebene Gipfelplattform und einen steilen Abfall zur Orlasenke hin.

Diese Berge sind Riffe des paläozoischen Zechsteins, die in ihrer Genese, Unversehrtheit und Häufigkeit einmalig in Europa sind.

Zechsteinriffe gibt es auch im Thüringer Wald, am Harzrand, in England und in Polen, aber nur in der Orlasenke treten sie in einer so großen sichtbaren Vielfalt auf.In der Orlasenke sind mehrere Riffe mit mittelalterlichen Burgen ausgestattet, zum Teil noch erhalten, zum Teil in Ruinen.

Neben dem oben abgebildeten Schloss Könitz sind dies Burg Ranis, Schloss Brandenstein, Reste auf dem Altenburg- Riff bei Pößneck und die Burg auf dem Kochsberg an der Straße Pößneck- Ranis.

Die Riffe und ihre Umgebung zwischen Könitz und Neustadt, mit Pößneck im Mittelpunkt, lassen auch den geologischen Laien erkennen, wie die Landschaft vor etwa 250 Millionen  Jahren ausgesehen hat. ( Artenschutzreport Heft 39/2018, Josef Paul)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Die Felsenkeller im Zechsteinriff unterm Schlossberg in Könitz

Für Könitz sind die alten Keller Zeugnis für die mühevolle Arbeit des früheren Bergbaus.

 

Diese Felsenkeller sind von Bergleuten in unterschiedlichen Zeiträumen wie Bergwerksstollen in den Schlossberg getrieben worden. An den Wänden ist der Gebrauch der verschiedenen Werkzeuge und Arbeitsmittel erkennbar.

 

 Die Keller könnten ein Alter von 300, ältere Teile bis 460 Jahre haben.

Im Lehnbuch des Saalfelder Bergamtes von 1552 wird eine Schlossbergzeche mit einer Fundgrube in einer alten Pinge unter dem Schlossberg erwähnt. (Quelle: Herr Fröber,  Ortschronist von Könitz)

 

 Die Keller unter dem Schlossberg dienten im 2. Weltkrieg als Luftschutzbunker. Seitdem waren sie für die Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich.

Anlässlich des 5. Drunter- und Drüber- Tages im September 2015 in Könitz wurden sie für Besucher geöffnet.

Museum einmal anders:

Wir ermöglichen Ihnen nach Anmeldung eine gesonderte Führung durch die Felsenkeller unterm Schlossberg.(Gruppen bis 10 Personen) e-mail: museum-koenitz@gmx.de